Da Zwergmangusten ursprünglich aus Afrika stammen,
wo sie eine hohe Grundtemperatur mit Wärmegefällen gewohnt sind
sollte dies auch in der Heimtierhaltung berücksichtigt werden.
Die Grundtemperatur sollte bei 22-26°C liegen wobei es auch
lokale Wärmestellen von über 30°C geboten werden sollten.
Diese Temperaturen lassen sich durch Spotstrahler gut erreichen.
Auch Heizsteine werden gern angenommen, allerdings sollten
diese stets auf ihre volle Funktion geprüft werden, damit die Tiere
sich nicht an defekten, überhitzten Steinen verbrennen können.
Die Luftfeuchtigkeit sollte nie zu hoch liegen, da diese Tiere
ursprünglich aus der Wüste stammen, wo kaum hohe Luftfeuchte
herrscht. Auch ist darauf zu achten, dass die Tiere und deren
Unterbringung keiner „Beregnung" oder übermäßigen
Feuchtigkeit/Nässe ausgesetzt sind, da sie stark empfindlich
reagieren können.
Einrichtung:
Die Einrichtung des Mungogeheges sollte möglichst abwechslungsreich,
artgerecht und naturnah gehalten sein.
Der Phantasie sind hier jedoch keine Grenzen gesetzt.
*Versteckmöglichkeiten wie Höhlen, Korkröhren, Bauten ect.
sind absolute Voraussetzung und bieten den Tieren die nötige
Sicherheit.
Die Tiere gelten zwar als Bodenbewohner, klettern jedoch auch
sehr gern und gut.
*Stabile Kletter- und Sprungmöglichkeiten wie Äste,
Baumstämme, Felsenvorsprünge ect. sollten also ebenfalls
zur Verfügung stehen.
*Steinnachbildungen an den Wänden und am Boden können
als Kletter- und Ruheplatz dienen.
Als Bodengrund können Sand, Kleintierstreu, Buchenspäne
oder auch Erde, Torf, Steine ect. genommen werden.
Wichtig ist, dass der Bodengrund bei Bedarf leicht zu reinigen
ist und nicht zu sehr auskühlen kann.
Da die Tiere sehr reinlich sind, kann ein Entleerungsplatz
angeboten werden. Diesen suchen sich die Tiere meist selbst aus.
Ein mit Sand gefülltes Katzenklo, ein Karton oder Ähnliches
wird nach unserer Erfahrung sehr gern verwendet.
Ernährung:
In freier Natur ernähren sich die Tiere hauptsächlich von kleinen
Wirbeltieren, Insekten, Eiern und Früchten.
Diese Ernährung sollte in der Heimtierhaltung ebenfalls
aufgegriffen werden.
Um den natürlichen Jagdtrieb zu erhalten sollte grundsätzlich
Lebendfutter angeboten werden.
Zwergmungos sind hervorragende Jäger die sogar mit fast gleichgroßen
Tieren problemlos zurechtkommen und diese erlegen.
Beobachtungen haben ergeben, dass Mungos durchaus keine
Kostverächter sind und auch verendete Tiere und die unterschiedlichsten
Tierarten als Beute akzeptieren.
Da es keinen „pauschalen Ernährungsplan" gibt zählen wir hier das
von uns angebotene Nahrungsspektrum auf. Wir versuchen unsere Tiere
möglichst abwechslungsreich zu ernähren und bieten die Meisten
Wirbeltiere und Insekten lebend an.
Unsere Zwergmangusten erhalten bei uns folgendes Nahrungsangebot:
Wirbeltiere:
Wir bieten unseren Zwergen eine Vielzahl von Wirbeltieren an.
Auch frisch verstorbene Jungtiere verschiedenen Säuger
(sofern nicht erkrankt) werden gern genommen.
Mäuse (in allen Entwicklungsstadien), Ratten
(Babys, Jungtiere und halb ausgewachsen), Degus und Kücken.
Insekten:
Die Palette der Insekten ist sehr breit gefächert! Sofern sie eine
geeignete Größe haben sind Mungos in dieser Hinsicht nicht
wählerisch und nehmen alles an, was ihnen unterkommt.
Bei uns erhalten sie: Heuschrecken (groß und klein), Schaben,
Mehlwürmer, Zophobas, Grillen.
Sonstiges:
Des Weiteren bieten wir unseren Tieren:
*frische Herzen (von Huhn, Pute, Gans und Rind)
*Frischfleisch (Geflügel, Wild, Gemischtes vom Hundefleischer)
*Eier (verschiedenen Tiere in unregelmäßigen Abständen)
* ab und an hochwertiges Katzentrockenfutter und
Nassfutter (letzteres nur sehr selten, da wir der Meinung sind,
dass bei der naturnahen Ernährung alle erforderlichen Grundnährstoffe
enthalten sind)
©Müller